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Elbphilharmonie Hamburg im Vergleich mit Staatsoper Hamburg

Untergang, Gemälde von R. Pauliz. Besucher der Oper assoziieren das Bild mit …

Simon Boccanegra, Oper von Giuseppe Verdi

In zeitlich geringem Abstand konnten wir Elbphilharmonie und Staatsoper besuchen. Ein Vergleich der beiden so verschiedenen Musikhäuser bot sich an. Während in der Elbphilharmonie die Musik mit ungeschminktem Blick auf das Orchester im Vordergrund steht, blickt man in der Staatsoper auf die Bühne und genießt Bühnenbild, Lichteffekte, natürlich die Musik, verbunden mit Handlung.

In der Elbphilharmonie kommt das Gefühl von Weite, Freiheit mit Offenherzigkeit auf. Von allen Plätzen aus wird das Orchester mit gegenüberliegenden Zuschauerrängen zur Bühne. Damit wird der Zuschauer, der Musikfreund selbst, zum Bühnenbild. Mit Rundumblick teilt er seine Eindrücke mit allen Zuschauern. Dies ist ungewöhnlich. In der Staatsoper Hamburg wirkt es enger, intimer und gemütlicher. Der Blick ist auf die Bühne mit Bühnenbild gerichtet. Der Konzertgraben ist von den Rängen ganz unterschiedlich einsehbar. Das dramatische Geschehen im Ablauf der Oper ist für die Stimmung von entscheidender Bedeutung.

Im Verlauf der Handlung beschreibt Verdi die dramatischen Zustände im 14. Jahrhundert. Es drängt sich der Vergleich mit heutigen Verhältnissen auf. Historische Zusammenhänge zwischen Familien, Geschlechtern und politischen Parteien gleichen den heutigen Verkettungen. Bühnenbild und Lichteffekte unterstützen die dramatische Handlung. Einzigartig war die musikalische Leistung der Solisten. Das Orchester, unter der Leitung von Christoph Gedschold, brachte die lauten und besonders die ganz leisen Passagen um Liebe, Gefühl und Tod unvergleichlich zum Ausdruck. Dies war eine überzeugende, großartige Aufführung.

Die Musikhäuser, Elbphilharmonie und Staatsoper, lassen sich nicht vergleichen. Auf so ganz verschiedene Weise werden Klangerlebnisse sichtbar.

 

Konzert in der Elbphilharmonie Grosser Saal am 18. September 2017

Plakat: Schule für Design Hoyer, Dänemark

Es spielen die Symphoniker Hamburg, Dirigent David Danzmayr, Solist Sebastian Knauer

1. Die Hebriden oder die Fingalshöhle op. 26

ist eine Konzert-Ouvertüre von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Name bezieht sich auf eine 50 Kilometer vor der Nordwestküste Schottlands gelegene Inselgruppe der Hebriden.

Mendelssohn schrieb dieses Werk im Jahre 1829. Die Anregung dazu erhielt er auf einer Reise nach England und Schottland, als er bei dieser Gelegenheit mit dem mit ihm befreundeten Dichter Karl Klingemann am 7. August 1829 die Fingalshöhle auf der schottischen Insel Staffa besuchte. Da ihn die erste Fassung, die den Titel “Die einsame Insel” trug, eher an „Kontrapunkt“ als an „Tran und Möwen“ erinnerte, überarbeitete er das Werk 1831 (nach einer Aufführung in London) und ein weiteres Mal im November 1833. Die Erstaufführung der revidierten Fassung fand am 10. Januar 1833 unter der Leitung des Komponisten in Berlin statt.

2. Rhapsody in Blue

Die Rhapsody in Blue ist eine der bekanntesten Kompositionen des amerikanischen Broadwaykomponisten George Gershwin. Das Stück wurde erstmals am 12. Februar 1924 in der Aeolian Hall in New York aufgeführt. Angekündigt wurde das Konzert unter dem Titel „An Experiment in Modern Music“. Bei der Uraufführung saß Gershwin selbst am Klavier. Das Stück ist ein Versuch, Jazz mit konzertanter Sinfonik zu verbinden. Die Melodien des Werkes sind weltberühmt.

3. Sinfonie (Brahms) in c-Moll op. 26

Die Erstaufführung erfolgte am 4. November 1876 in Karlsruhe. Die Folgeaufführung, die Brahms selbst leitete, war in Mannheim auf den 7. November gelegt. Es musste noch Stimmenmaterial vervielfältigt werden. Weitere Aufführungen folgten am 15. November 1876 in München, am 17. Dezember 1876 in Wien, am 18. Januar 1877 in Leipzig und am 23. Januar 1877 in Breslau.

Mit der Drucklegung ließ Brahms sich viel Zeit. Im Mai 1877 bearbeitete er den zweiten Satz insbesondere durch Kürzungen um. Im Oktober 1877 erscheint dann die Erstausgabe (Partitur, Stimmen und Bearbeitung für Klavier zu vier Händen). Weiterlesen